Nun sollte es also eíne teilweise Rehabilitation an der Zugspitze geben. Von den 10 Nordlern


 startete immerhin die Hälfte beim 82km-Bambini-Lauf.

 

Das Wetter war schonmal spitze. Die Strecke führt aus Ehrwald raus nur anfangs leicht bergauf, dann geht es richtig in die Vollen, schon bis zum ersten VP nach 7km sind es 640HM (1:07h). Natur pur!!

 

Anschließend kommt ein recht anspruchsvoller Abschnitt zur Hämmermossalm (km20, 3:58h): 13km mit 900HM im Aufstieg und 1000HM im Abschied! Aber immer wieder weite Ausblicke auf eine grandiose Berglandschaft

 

Irgendwo auf diesem Abschnitt lief mir dann Simone Stegmeier über den Weg und blieb für ca 50km eine wertvolle Begleitung. Fast immer gut drauf und immer einen Spruch auf den Lippen. Aber dabei auch immer einen oder mehrere Ratschläge parat, wie den die Gamaschen von rechts nach links und umgekehrt zu tauschen um wundscheuern zu vermeiden, oder die Salztabletten im Taschentuch ins Döschen zu verstauen („… dit scheppern nervt…“).

 

Anschließend geht es über die Wangalm zum Scharnitzjoch auf knapp 2000m. Bisher kannte ich diesen Streckenabschnitt nur im Regen – bei Sonne sieht es hier noch viel schöner aus!

 

Nach dem Hubertushof (VP3 nach 33,4km in 6:50h) folgt das einzige Flachstück des gesamten Laufes. Eine Gelegenheit das bisherige Zeitpolster von knapp 2h auf den cuttoff deutlich aufzupolstern. Seltsamerweise kam ich aber im flachen überhaupt nicht in Schwung. Schwere Beine, mentales Tief, selbst ein Motivationsradler half nichts. So saß ich dann ziemlich demotiviert am VP4 in Mittenwald 


(km43 in 8:23h) und grübelte wie das denn noch was werden soll. Das Team Stegmeier (Jürgen und Gaby) päppelte mich mit Griesbrei mit Erdbeeren und Ingwerwasser wieder soweit auf daß ich wieder auf die Strecke Richtung Ferchensee ging. 


Dann noch telefonieren mit Schuggelchen (war sehr wichtig) und dann kamen meine Freunde der Bergwacht Mittenwald. Auf meine Frage „habt Ihr zufällig was gutes zu trinken…“ lächelten sie wissend und reparierten meinen seelischen Zustand durch ein Gebräu der höchstgelegenen deutschen Privatbrauerei nun endgültig.

 

Der Ferchensee bei km47,6 (9:20h) war bisher sowas wie ein schlechtes Omen, denn beide Abbrüche beim ZUT habe ich ebenhier vollzogen. Der zweite Frühling hielt an, das Zeit-Polster pendelte sich bei 2:40h ein, also auf bequemen Waldwegen schnell weiter Richtung Schloss Elmau

 

Irgendwo da traf ich zum wiederholten Male eine Gruppen von fidelen Holländern. Ich hab mich schon gewundert, daß gerade die Holländer zweitstärkste Teilnehmernation beim ZUT sind, und nun wurde mir erklärt, daß die Holländer ohnehin Fans von deutschen Bergen und Fußfallvereinen sind. Nette Jungs (einer hat sogar auf der Alpspitze geheiratet) und immer gut drauf

 

Auf der Partnachalm nach 61,7km (12:11h)

 

gibt es nochmal eine medizinische Begutachtung und ein letztes durchatmen. Auf den letzten 20km warten noch 1200HM im Aufstieg und 1400 im Abstieg, jeweils auf eher unbequemen Pfaden. 


Und frei nach den Ärzten: „… Gleich wird es dunkel, bald ist es Nacht, da ist ein Wort der Warnung angebracht…“ verengte sich mein Horizont auch bald auf den Schein der Stirnlampe

 An der Talstation Lengenfelder (km68,8, 14:18h und damit noch 2:42h Polster) 


wartet nur noch eine Rundwanderung um den Osterfeldkopf: hoch zur Bergstation Alpspitzbahn und auf abenteuerlichen anderen Wegen wieder runter zum gleichen VP. Hier zog immer mal wieder dichter Nebel auf mit Sichtweiten so um die 3m. Bei meiner Geschwindigkeit kein Problem, die Strecke wurde trotzdem kurzzeitig gesperrt damit die Bergwacht die Situation abklären konnte. Alle Läufer durften aber letztlich weiter und bekamen die Wartezeit gutgeschrieben. Mit einem Vorsprung von 1:30h ging ich in den letzten Abstieg – aber was für einen!! die 860HM konzentrieren sich auf knappe 4 Kilometer, dementsprechend steil war es.

Aber wie heißt es so schön: runter kommen sie alle und so war ich nach 18:00,14 Stunden endlich einmal im Ziel eines ZUT-Laufes. Frei nach Stefan Bicher: hart war’s – aber geil.

Umso schöner natürlich wenn wann mit ganz besonderen Pokalen im Ziel erwartet wird…


 

Am ZUT habe ich mich nun schon mehrfach versucht, mit Betonung auf versucht da ich zweimal am drop-off-Punkt Ferchensee den Lauf beendete. Mit zunehmendem Alter (Laut Schnuggelchen darf ich das ‪2-3 am‬ Tag erwähnen) nun also die Erkenntnis, eventuell mal eine Nummer kleiner zu versuchen, also die 81km mit knapp 4.000HM. Auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten in der Vorbereitung hab ich mir zuhause in den Hügeln der Holledau einen 15km-Zickzack-Kurs mit 270HM rausgesucht und war auch an diversen halben Tagen mal eben schnell in Lenggries und auf dem Brauneck. Und – was auch der Zweck dieses blogs ist – 2 Tage vor dem ZUT schon in Grainau 


um mich ein wenig mit dem Begebenheiten anzufreunden. Die Höllentalklamm bietet sich da an, eine technische Meisterleistung von vor über 100 Jahren, immer noch ein faszinierendes Naturschauspiel und an so einem stickigen Tag schön kühl…
PS: durch die Höllentalklamm führt auch der kürzeste Weg auf die Zugspitze: nur ca 9km Strecke – und schlappe 2.000 Höhenmeter …

Es gibt nicht viele Dinge auf dieser Welt, die mich vom Beer-Lovers-Marathon fernhalten können, und sogar ich war überrascht, dass dies überhaupt möglich ist, aber die traditionelle Fahrradtour zu Pfingsten in diesem Jahr zählte dazu. 

Kurz ein paar erklärende Worte vorweg: Auf der Strecke des Baltic-Run veranstalten Jörg und Silke Stutzke seit der zweiten Ausgabe des Laufs (2009) kleine „Vortour“ mit dem Rad. Sie fahren die Strecke ab, schauen nach, ob alle Teile noch erreichbar sind und die VP’s ordentlich angefahren und aufgebaut werden können. Und auch wenn die Tour leider  nicht am Schleusengrafen vorbei führt (sie startet erst beim ungefähr fünften VP der zweiten Etappe), so gab es doch sehr schlagkräftige Argumente, teil zu nehmen. Zum einen aind sehr liebe Menschen dabei (Jörg, Silke, Gritti, Lieblingsmary und Francesco) und zum anderen kimmem wir am allerbesten Gasthaus nördlich des Äquators vorbei, dem Gasthaus Natzke auf Usedom. Christine Natzke ist den treuen Lesern dieses Blogs ja sicher schon ein Inbegriff für gutes Essen und ein warmherzigen Empfang. 

So hieß es also am Samstag 8 Uhr früh Treff  Hauptbahnhof und mit dem Pfingstexpress nach Warnitz. Dort erwartete uns der Häuptling schon, um die Taschen zu verstauen und wir radelten die ersten 20 Kilometer (bis Prenzlau) ohne el Chefe, da er noch das Häuptlingsmobil durch die Uckermark kutschierte. 

Angekündigt als „gemütliche Tour“ zogen Gritti und Mary aber doch ganz schön ab und so mussten Francesco und ich uns einigermaßen mühen, um an dem Hinterrädern zu bleiben. So hielt es sich dann eigentlich auch das ganze Wochenende: Ich konnte nicht schneller auf Grund fehlender Fitness und Francesco hatte ein Ead geliehen, welches im Laufe der Tour von drei funktionierenden Gängen auf einen einzigen (den schwersten) reduziert wurde. 

Aber solche Kleinigkeiten halten uns natürlich nicht auf und so radelten wir tapfer durch Brandenburg und MV. Immer wieder kam es zu Dejavu-Erlebnissen – und häufiger auxh dazu, dass ich dachte: „Nee, hier biste aber echt noch nie gewesen!“ 

Einmal stimmte diese Vermutung sogar: In Anklam war ich an der Zuckerfabrik trotz aller Marypfeile nach links statt rechts abgebogen und fragte mich schon nach knappen zwei Kilometern, warum denn die Pfeile jetzt ausblieben und alles so schrecklich dörflich, statt wie in Anklam, aussah. 

Aber bis auf solche kleine Versehen war es eine echt tolle Tour und auch wenn jetzt schon ein wenig Wemut mitfuhr (die im Juli sicher noch viel größer wird), hatten wir jede Menge Spaß. Sei es beim Düsen durch die lauwarmen Pfützen am zweiten Tag (mit Dauerregen auf der Etappe), Eis- und Schnitzelbergen bei Frau Natzke oder beim Treffen von André Lange auf der Strandpromenade in Karlshagen.

Schon schade, dass es heuer die letzte Ausgabe des Laufs ist. Aber wie es auf Beerdigungen häufig so schön heißt (und dieses Motto will ich auch hier befolgen): „Grämt euch nicht, dass er weg ist, sondern freut euch, dass er da gewesen ist.“ 

Nach dem Motto: Auf einen tollen Baltic-Run 2017 🙂 

Brother Stephen

P. S.: Vielleicht kann Brother Bernd heute Abend ja sogar noch zwei charmante Damen zur Begleitung auf 1, 2, 3, 4 oder 5 Etappen überzeugen…. 

Bruder Bernd musste es in dieser Woche hinnehmen und tatsächlich 40 werden. Natürlich sind mit diesem Alter allerhand Übergangsschmerzen verbunden – aber damit ihm dieser Übergang leichter fällt, hat er einfach zum „Geburtstagslauf“ eingeladen und dieser Einladung sind die Team-Chefin und ich – nebst anderen guten Freunden – natürlich gern gefolgt. So wurde am 10.6.2017 der erste und letzte „BK 40“ ausgetragen.
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Vom – ich glaube, man kann schon „traditionellen“ sagen – Startpunkt am (ehemaligen) Leo´s in Taufkirchen aus (200 Meter von Bernds Elternhaus entfernt), ging es über den Perlacher Forst und Strasslach erstmal zur Floßrutsche an der Isar.
Dort erwartete uns Jürgen und eine seiner Taekwondo-Schülerinnen, die bezaubernde Mascha, trotz offensichtlichem Hochbetrieb, mit Bier&Brez´n. Und schon an diesem 1. VP zeigt sich das Motto des ganzen Wochenendes: „Ein Münchner im Himmel“.

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Kleckerweise liefen wir von Mascha wieder weg, wobei der Startzeitpunkt ganz davon abhängig war, wie sehr man dem frischgezapften Hellen von Mascha zugetan war. Aber auch für die größten Biergarten-Fans hieß es irgendwann, aufzubrechen, da wir bis zum Ziel in Fischbach noch 30 Kilometer vor uns hatten.
Ein schönes Stück an der Isar folgte und obwohl unsere fröhliche Schar sich inzwischen auf Lieblingsmary, Pät, Bernd, Vränckie und mich reduziert hat, lief es sich doch herrlich bei schönstem Sonnenschein. Diesen wollten wiederum auch ein paar Jungs im Schlauchboot nutzen und trieben in ihrem Gefährt gemütlich den Isarkanal herunter. Bernds geübter Blick erkannte natürlich sofort, dass die Jungs Tegernseeer Hell an Bord hatten und so riefen wir ihnen zu, doch am Ufer anzulegen und gesellig mit uns zu sein. Allein, sie verwiesen auf die Strömung, die sie von uns wegtrug – aber ein Bier könnten wir uns von ihnen durchaus auf dem Fluss abholen. Dies ließ ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen, zog die Schuhe aus, überlegte kurz, ob mein Handy in Sicherheit war (war es, bei Vränckie im Rucksack) und stürzte mich in die Fluten. Ein paar Schwimmzüge und ich war am Boot und konnte mit der Trophäe, einer gefüllten Flasche Tegernseer ans Ufer zurückkehren. Diese wurde natürlich brüderlich geteilt und so setzten wir unseren Weg noch ein bisschen fröhlicher fort.

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Der 2. VP bei Kilometer 24 ließ auch gar nicht mehr so lange auf sich warten und so konnten wir uns wiederum am Gerstensaft gütlich halten. Zusätzlich gab´s Obst, Gels und alles was das Läuferherz begehrt.

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Da Lieblingsmary inzwischen nicht mehr so nach Laufen war, tauschte Vränckie mit ihr ritterlich den Platz auf dem Fahrrad ein und machte ab nun für uns die Pace. Und gar keine so üble, sodass es gar nicht mehr lange dauerte, bis wir bei Hanka am Tennisplatz in Geretsried ankamen. Dass wir inzwischen schon ein paar Bier intus hatten, hielt uns selbstredend nicht davon ab, auch am Tennisplatz noch ein Helles zu nehmen und auch ein Fußpils aus Hankas Wagen war durchaus noch drin. Und so ließ sich mit einer letzten Station bei Agnes und Theresa (2 Kilometer vor dem Ziel) die Pension Fischbach recht gut erreichen.

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45 Kilometer waren absolviert, wir hatten jede Menge Gaudi und selbstverständlich saßen wir auch noch am Abend nett zusammen und schwatzten über vergangene und zukünftige Heldentaten.

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Ein tolles, ich denke, Vränckie würde sagen „subba-geiles“, Wochenende, Brother Bernd! Vielen Dank noch mal dafür. Und beim „BK 50“ sind wir natürlich auch gern wieder mit von der Partie.

Brother Stephen

Der BLM hatte neben der besonderen Verpflegung ähnlich dem Medoc oder Elsass-Marathon eine fast obligatorische Verkleidung. Thema: fruits and veggies. Wer da in zivil kam war fast schon Außenseiter…

Joe darf bei einem solchen Marathon natürlich nicht fehlen, genau genommen aber eine Themaverfehlung.


Zunächst wird eine unverdächtige Runde durch die engen Gassen der Altstadt gedreht, die Möglichkeit zum zweiten Frühstück besteht


bevor man an die berühmte Treppe von Lüttich gelangt: 374 Stufen…


davor aber die erste echte Stärkung:


Auf dieser Treppe muss man sich natürlich auch mal ausruhen


Selbstverständlich machen die Belgier hier auch einen Mount Everest Marathon: 72x(glaub ich) hoch und runter… auch nach einem Mal ist der Ausblick schon toll


Anschließend geht es merklich wellig weiter zur zweiten Spezialität:


Auch schöne trails durften nicht fehlen:


Die VP-Dichte nahm zu:


und auch kulturelle Untermalung war dabei


Eine letzte Verpflegung in den Hügeln 


bevor der höhenmeterlastige Teil vorbei war und es runter zur Maas ging, an der die Strecke im wesentlichen blieb. Noch einen Schluck zur Halbzeit und dann weiter



Ein kleiner Abstecher durch die Altstadt von Lüttich 


und dann zum genialsten VP:


rauf aufs Schiff, auf Oberdeck, Bierchen nehmen und den lieben Gott nen guten Mann sein lassen…


Nun begann das, was Stephan aus Eupen (die sprechen da deutsch mit sehr sympathischen französischen Dialekt) so beschreibt: „… jetzt wird es schwer. Die Bierdichte steigt…“ überhaupt hat Stephan die wallonischen Belgier sehr treffend beschrieben: „… wir sprechen zwar französisch, bilden uns aber nicht so viel auf und ein… wir haben Bier und Schokolade, das reicht uns… und wir sind zu jedem nett…“ das alles kann ich (ohne Franzosen damit beleidigen zu wollen!) zu 100% bestätigen!!!

Erstmals gab es das Bier stilecht aus realen Gläsern


und dann kam mir auch noch Schnuggelchen entgegen, keine Halluzination…


Mit der etwas verwirrenden km31-Markierung 


führte die Strecke malerisch ins Grüne


Bei km33 gab es sogar doppelt Verpflegung…


Bei normalen Marathons ist es ja so, daß die Leute ruhiger werden, und schlechter gelaunt. Das ist beim BLM anders: je länger der Lauf, desto besser gelaunt war jeder!!


Über km37 geht es über romantische Brücken zurück Richtung Innenstadt.


Angenehmerweise wurde die Dichte der Bierstände immer größer…


Besondere Freunde waren die Jungs, die die gesamte Strecke im Bademantel absolvierten:
Anstrengend nun jeden Kilometer anhalten zu müssen:


Aber für diesen Empfang lohnt es sich ja



Richtig genial die Stimmung im Zielzelt. Gehaltvolles Essen, Freibier, eine geniale Brasscombo und eine überlaufende Stimmung!!!


Zum Schluss: es war einfach sooooooo genial…

In den regionaltypischen belgischen Animositäten (Flamen und Wallonen sind wohl nicht gerade in inniger Liebe Vereint) bin ich ja nicht so firm, aber Lüttich liegt im wallonischen Teil Belgiens. Es gibt da ein sehr berühmtes Radrennen (Lüttich-Bastogne-Lüttich, nichts für mich, ist ne Wendepunktstrecke…) und kennt neben Bier auch andere kulinarische Spezialitäten wie den Café Liégeois (man könnte sagen, eine Art Eiskaffee), Waffeln und Buletten liegeoise bekannt. Nun würde ich nicht wegen Waffeln nach Lüttich fahren, wegen eines Marathons schon eher, und wenn dann noch diverse isotonische Getränke auf Hopfenbasis angeboten werden – dann erinnert das schon fast an das P-Theorem („… überlege nicht, ob es einen Grund geben könnte da nicht hinzufahren…“). Beim beer lovers marathon soll es 17 Biere an der Strecke geben, quasi perfekt um die Teamstatuten zu erfüllen. 


Mancher mag einwenden, belgisches Bier habe womöglich wenig mit der satzungsgemäß verankerten Hopfenbasis zu tun… aber da wir auch kulinarisch-kulturell unterwegs sind zählt das bestimmt auch. Die Anreise liest sich etwas schwierig, ist aber relativ einfach: mit dem Auto zum Flughafen (Schönefeld), mit Flieger und Pät nach Brüssel und von dort mit dem Zug nach Lüttich.
Schon am Samstag kann man das Beer lovers Summer Festival genießen. 2€ fürs Glas und für jede Füllung nach Wahl auch 2€. Man muss bei den gebotenen Kreationen schon einen etwas weiteren Horizont haben, aber dann ist es super…


2 Zitate der Brauer: „…das ist ein leichtes Sommerbier, nur 6,5% Alkohol…“ und „…das ist ein leichtes Fruchtgetränk, nur 3,5%…“ Die Belgier sind durchaus experimentell veranlagt, Noten wie Erdbeere, Pfirsich oder Karamell gibt es da, und Alkoholgehalte bis 10% sind normal.

Auch die Markenlogos sind sehr unterhaltsam…


Da bin ich mal gespannt wie der Marathon wird…

Zum zweiten Mal hatte ich nun die Freude den SchwarzachTrail unter die Füße zu nehmen. Heißt nicht mehr UltraTrail weil der UTMB wohl dafür Geld haben wollte, sind das wollte der Fredl als OK-Chef wohl nicht zahlen. Für mich ist das ja nun nicht so entscheidend was das im Titel steht, es ist halt einfach ein geiler Lauf.Schwarzach liegt übrigens im Pongau im Salzburger Land. Für Herr P aus P: da ist die Stiegl-Brauerei zuhause. Die Rahmendaten: 47km mit 2.800HM garniert. Ein Sahnewetter gab es gratis dazu als auf dem Marktplatz in Schwarzach so langsam ernst wurde.


Der erste Abschnitt ist so ein bisschen zum aufwärmen: erst ein wenig flach, dann die ersten 1-2 Hügel auf bequemen Waldwegen.


Im Prinzip sehr schön – nur das mit dem aufwärmen war ein bisschen übertrieben, denn es war einfach nur heiß, heiß, heiß. Und so waren an der ersten Labe nach 13km doch schon 1:47h vorbei.


Kurz danach gibt es dann diese Abzweigung an der dieser Trail dann richtig anfängt: hier rechts und ran an den Berg!! 


Spätestens hier war es für mich ein Wandertag mit schon bald kitschig schönen Ausblicken.


Zum Gamskögerl ist es aber schon ein haariger Anstieg,


Aber vor dem Gipfelkreuz ist halt immer der Schweiß gesetzt… über das Gamskögerl mit 1746m geht es 


auf das Hochegg mit 1817m 

und das Dach der Tour, den Schneeberg mit 1938m. 



Immerhin gab es dort aus Helferbeständen jeweils noch den letzten Schluck warmes Bier, wohltuend mal ein anderes isotonisches Getränk zu haben… zur zweiten Labe 


geht’s dann schön bergab – und dann sind es nur noch 15km ins Ziel. Aber diesmal auf überwiegend breiten Waldwegen auf den vierten heutigen Gipfel, den Hochglocker auf 1590m. 


Von dort oben kann man schon den Fredl im Ziel hören… aber noch gibt es einen steilen und schweißtreibenden Abstieg nach St. Veit, der nochmal so viel Kraft kostete dass ich das Angebot einer Dusche bei km42 gerne angenommen habe.


dann noch eine kleine Ehrenrunde und nach 9:31h war ich dann schon froh den Fredl wiederzusehen …


Tja, schwer war es heute schon, aber geil!! die Tatsache dass schon am Abend die ersten 100 Startplätze für 2018 gebucht wurden spricht für sich.